Stundenrapport-App — der Mechaniker spricht nicht mit dem Büro

Wer nach einer Stundenrapport-App sucht, will meistens das Tippen durch besseres Tippen ersetzen. Ich glaube, das ist der falsche Tausch.

Aus unserem Garagen-Projekt: Der Rapport stirbt nicht am Formular. Er stirbt zwischen Werkstatt und Büro. Wer am Fahrzeug steht, hat keine Tastatur in der Hand — erfasst wird später, anderer Ort, andere Tageszeit. Genau dazwischen geht verloren, was abends eine Rechnung werden soll. Nicht weil jemand schlampt. Weil die Arbeit dort passiert, wo nichts erfasst wird.

Jede Stundenrapport-App, die ein Formular aufs Handy verlegt, verlegt das Problem mit. Kein Mechaniker tippt zwischen zwei Handgriffen Positionen in eine Maske. Ich hätte das auch erst nicht geglaubt — bis ich daneben stand.

Der Tausch, der wirklich etwas ändert: sprechen statt tippen. Zwei Sätze beim Abbocken — «Beläge vorne gemacht, Öl gewechselt, Spurstange links hat Spiel» — und daraus entsteht der Rapport von selbst: Positionen, Zeit, Befund, Rückruf beim Kunden vorgemerkt. Das Smartphone steckt in jeder Arbeitshose neben dem Schraubenzieher. Es muss das zweite Werkzeug werden, nicht das dritte Formular.

Wir bauen das gerade, mit einem Garagisten, der allein arbeitet. Es heisst Pablo. Ob es die Zeit spart, die man sich davon verspricht, messen wir in seinem Betrieb — bevor wir es behaupten.

Der Massstab ist einfach: Der Rapport ist fertig, bevor die Hände gewaschen sind.

( KI generiert –D. )